System & Technik

Von Helen Benz, 20. April 2015  

Was ist Big Data?

Big Data revolutioniert Unternehmens-
bereiche wie bspw. den Vertrieb.

 

Big-Data-Verfahren ermöglichen es Unternehmen, aus unterschiedlichsten Quellen stammende, große Datenmengen wirtschaftlich sinnvoll zu nutzen. Der enorme Anstieg der verfügbaren Datenvolumina ist insbesondere auf die zunehmende Bedeutung von mobiler Kommunikation und von Social Media sowie auf Sensordaten zurückzuführen, die Unternehmen entlang ihrer Wertschöpfungskette erheben. Die Nutzung von Big Data schafft nicht nur erhebliche Mehrwerte, sondern beeinflusst auch (über das Unternehmens-Management) Strategien und Organisationsstrukturen. Die Bedeutung von Big Data für den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen wird zukünftig weiter zunehmen.

Der wirtschaftliche Nutzen von Big Data
Big Data unterstützen die Flexibilität und Innovationsfähigkeit von Unternehmen. Raschere Reaktionsmöglichkeiten auf Marktveränderungen durch Big-Data-Nutzung stärken die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Durch Big Data erkannter Bedarf ermöglicht die frühzeitige Verbesserung vorhandener Produkte und Dienstleistungen und die Entwicklung neuer Angebote. Big Data können überall dort nutzbringend verwendet werden, wo unterschiedlichste Daten in großen Mengen anfallen.

Wie lässt sich Big Data für Unternehmenszwecke nutzen?
Big Data liegen größtenteils zunächst in unstrukturierter Form vor. Neue Software- und Hardware-Verfahren ermöglichen jedoch eine sinnvolle Strukturierung, so dass sich Big Data zielgerichtet für Unternehmenszwecke nutzen lassen.

Marketing und Vertrieb
Big Data erlauben die Entwicklung von Produkten, die besser auf verschiedene Kundensegmente oder auf wichtige Einzelkunden zugeschnitten sind. Ein durch Big Data optimiertes Marketing vermeidet unnötige Streuverluste.

Forschung und Entwicklung
Durch Auswertung von Sensordaten wird die Qualität der von einem Unternehmen gegenwärtig vertriebenen Produkte überprüft. Social-Media-Analysen erlauben die Entwicklung künftiger Produkt-Generationen. Erkenntnisse aus Big-Data-Beständen erleichtern Produkt-Diversifizierungen und die Erschließung neuer Geschäftsfelder.

Produktion
Unternehmen optimieren ihre Fertigungsprozesse durch Machine-to-Machine-Kommunikation. Sensoren erfassen Daten zu allen Unternehmensprodukten entlang der Herstellungs- und Lieferketten. Über eine Verknüpfung aller Unternehmensbereiche hinaus werden auch Zuliefer- und Partner-Unternehmen in die Big-Data-Analysen einbezogen.

Qualitätsmanagement und Kundenzufriedenheit
Zugleich sorgt ein kontinuierliches Qualitätsmanagement (z. B. mittels Sensoren) für eine Erhöhung der Kundenzufriedenheit. Stahlproduzenten erheben Daten über die Qualität ihrer Endprodukte nicht nur manuell durch spezialisierte Qualitätsmanagement-Mitarbeiter. Vielmehr trägt ein ausgedehntes Sensor-Netzwerk fortlaufend zur Analyse aller Produktlinien bei. Es erfolgen laserbasierte Vermessungen, Materialprüfungen per Ultraschall, Oberflächenprüfungen sowie Messungen von Temperatur und Schwingungsverhalten. Auch andere Branchen wie Automobilhersteller nutzen Big Data im Rahmen ihres Test- und Qualitätsmanagements, um Optimierungspotenziale auszuschöpfen.

Organisation, Logistik und Distribution
Big Data ermöglichen nachhaltige Kostensenkungen z. B. durch eine Vernetzung des Unternehmens-Fuhrparks. An den einzelnen Fahrzeugen angebrachte Steuerungsmodule und Sensoren erheben Informationen z. B. über Treibstoffverbrauch, Verschleißteil-Zustand und Positionsdaten. Transporte lassen sich besser planen, Beladung und Routen zeitnah ändern. Eine präventive und vorausschauende Wartung von Maschinen senkt langfristig die Sachkosten. Eine verbesserte Personaleinsatzplanung reduziert die Personalkosten. Die Minimierung von Stillstands-Zeiträumen nicht nur in Produktionsunternehmen und Speditionen, sondern auch in Bahnbetrieben und Fluggesellschaften lässt eine Erhöhung der Betriebszeiten zu. Buchen Mitarbeiter eine Geschäftsreise, so werden die mit einer Reiseroute oder einem Reiseziel verbundenen Risiken mit den Reisedaten verknüpft. Künftig soll dieses Big-Data-Verfahren auch bei touristischen Reisen Anwendung finden.

Controlling
Auf Big-Data-Basis kann ein zielgenaueres und aussagekräftigeres Controlling entwickelt werden. In beschleunigten und qualitativ optimierten Verfahren erhobene Daten ermöglichen die Verbesserung von Reporting-Systemen. Hochkomplexe Berechnungen bilden die Grundlage für ein verfeinertes Risikomanagement. Durch Sammlung und Beobachtung relevanter Daten werden nicht zuletzt Betrugsfälle schneller erkannt.

Über die Autorin: Helen Benz, Administration & Personal

Helen Benz ist Verantwortliche in Administration und Personalwesen bei BIG IT Systems GmbH.
Sie ist Ihre Ansprechsperson für Fragen in den Bereichen Personal, Organisation, Koordination, Kommunikation und allen administrativen Belangen.

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Dieser Artikel behandelt die Themen:

Datenanalyse für Optimierungsmassnahmen
Der wirtschaftliche Nutzen von BIG Data
Kundenzufriedenheit steigern
Was nützt Big Data?

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