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Von Helen Benz, 28. Mai 2015  

Internetsucht - Sind wir Sklaven des Internets?

News lesen, Einkauf erledigen, alles ist per
per Mausklick möglich. Macht das abhängig?

 

Die neuesten Nachrichten im Minutentakt per Feed aufs Handy, die aktuellsten Posts der Freunde auf den Social Media Plattformen als Benachrichtigung mit Signalton, jeder ist Follower oder läd Videoclips auf seinen eigenen Channel, dem wiederum Abonnenten folgen. Es scheint unentbehrlich online zu sein zu jeder Tages- und Nachtzeit, nur um nichts zu verpassen und immer am Puls der Zeit zu sein. Das ist der Hype des Internetzeitalters. Wer nicht weiss, was läuft, hat sich nach kurzer Zeit als Newbie geoutet und findet nur schwer den Anschluss an die Community.

Aber ist das wirklich so? Sind wir wirklich abhängig vom Internet? Sind wir unmündige Mitläufer, die von der weltweiten Vernetzung ihren Tagesablauf diktiert bekommen? Wieviel Zeit verbringen wir online und welche Argumente sprechen für oder gegen das Internet?

Internet - Fluch oder Segen?
Zunächst einmal kann man ganz klar festhalten, dass das Internet mittlerweile nicht mehr aus unserer Gesellschaft wegzudenken ist. Das weltweite Online-Netzwerk bringt viele Vorteile mit sich. Informationen können in Sekundenschnelle vom heimischen Sofa aus recherchiert werden. Theoretisch ist eine Kommunikation mit der ganzen Welt so bequem und kostengünstig wie nie zuvor möglich. Waren und Dienstleistungen aller Art lassen sich im Internet mit wenigen Klicks bestellen. Viel umständliche Korrespondenz und sogar Steuererklärungen lassen sich mittlerweile vom Computer aus erledigen. Die Medienlandschaft hat sich ebenfalls stark verändert. Vor noch nicht allzu vielen Jahren war der Fernsehabend abhängig vom ausgestrahlten TV-Programm. Das Studieren der Fernsehzeitung und das Warten auf ein passendes Entertainment gehört für viele bereits der Vergangenheit an. Streaming ist das Zauberwort, das Filme und andere multimediale Inhalte rund um die Uhr per Mausklick bereitstellt.

Niemand möchte mehr auf die Annehmlichkeiten verzichten, die das World Wide Web mit sich bringt. Und ob wir nun jubelnde Befürworter oder erklärte Gegner des Internets sind, die Entwicklung schreitet unaufhörlich voran und lässt sich nicht mehr rückgängig machen. Die weltweite Vernetzung wird langfristig Veränderungen anstoßen, die zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nicht absehbar sind.

Die bunte Online-Welt hat auch ihre Schattenseiten. Tatsächlich ist es so, dass besonders für Kinder und Jugendliche die Grenzen zwischen Realität und Internet teilweise verschwimmen. Greifbare, echte soziale Kontakte können verarmen und werden durch das Internet mitunter auf vorgegebene Kommunikationsmittel wie Text, Bild und Videoclips reduziert. Anstatt das Leben aktiv zu gestalten, wird jede Kleinigkeit online mitgeteilt und ausgetauscht. Das vermeintlich bunte und ereignisreiche Leben schrumpft auf die Online-Zeit innerhalb der Community. Auch wird allzuviel der Privatsphäre in die Öffentlichkeit getragen. Persönliche Bilder und Videos, deren Demonstration später bereut werden könnten, bieten leichte Angriffsfläche für bewussten Missbrauch und gezielte Diffamierung einer Person. Slogans wie "das Internet vergisst nie" sind ein aktuelles Diskussionsthema rund um mögliche Risiken im Internet.

Über die Autorin: Helen Benz, Administration & Personal

Helen Benz ist Verantwortliche in Administration und Personalwesen bei BIG IT Systems GmbH.
Sie ist Ihre Ansprechsperson für Fragen in den Bereichen Personal, Organisation, Koordination, Kommunikation und allen administrativen Belangen.

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Annehmlichkeiten des World Wide Web
Internet - Fluch oder Segen
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Sklaven des Internets